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27.02.2005, 20:47:35
Am Samstag morgen um 06.40 Uhr ging mit dem Bus Richtung Corire. Die dreitstündige Busfahrt
war natürlich sehr angenehm ;) Wie halt Busfahrten so sind. Die Landschaft allerdings entschädigte
uns reichlich. War zwar ein bisschen diessig, aber trotzdem sehr beeindruckend.

In Corire angekommen haben wir erstmal gefrühstückt. Der Restaurantbesitzer war
sichtlich überfordert und nur mit Mühe und Not ließ er sich überreden
doch noch Geld zu verdienen. Ich kann ihn ja verstehen, es war ja Samstagmorgen! Da arbeitet man
nicht.

Gut gestärkt und voller Tatendrang ging`s dann mit TurboPursuitMode zu den Pietroglyphen in
die Wüste. Quasi Tagebuch der Inkaläufer, sehr alt und auch sehr viele (5.000). Bisserl rumgelaufen,
blöd geschaut, Photos gemacht und dann wieder zurück.
So, Staindal angeschaut, genug Kultür, jetzt erstmal wieder essen. Und da wir am Mayes-River sind
verleiben wir uns selbstverständlich Fluss-Camarones ein. Die Prozedur läuft allerdings
ein bisschen anders ab, als die meisten das kennen. Ich werde es versuchen, euch das ganze zu
verdeutlichen. Wenn Touristen kommen und sich hinsetzen müssen sie erstmal 10-23 Biers(Arequipena) trinken. Die Familie
die das Restaurant betreibt, muss sich schliesslich vorbereiten. Erstmal muss Energie besorgt werden. Nichts leichter als
das, die Tochter und der Sohn hupfen mal eben für `ne Stunde in den Fluss und sammeln Holz. Der Vater war schon fleissig
und hat am Morgen die Camarones gefischt. Die Touris saufen immer noch Bier. Der Grossteil der Familie ist mit Krabben pullen
beschäftigt, während der "Offen" schon mal angeschmiessen wird und das Wasser kocht. Nach ca. !! 3 1/2 !! Stunden
ist das Essen fertig. Das Ergebnis ist sehr lecker und das Warten hat sich wirklich gelohnt.
Fröhlich und satt gehts weiter Richtung Aplao, zur Lodge Majes River. Und als wir dort ankommen wartet der Besitzer
bereits auf uns und lässt uns erstmal fröhlich Trauben stampfen. Die nächste Pisco Ernte muss verarbeitet
werden. Dannach noch `n Köpper in den relativ ekelhaften Hotel-Pool mit "natürlichem" Flusswasser und dann Abendessen
und relativ grosse Mengen an Wein und Pisco vernichten. Am nächsten Morgen stand dann Raften auf dem Programm, nicht
viel aufregender als auf der Isar, na ja, ein bisschen vielleicht... Und dann zum Schluß endlich in der Sonne flacken und
Pisco saufen...
Das war mein Wochenende. Und was habt Ihr so getrieben?!
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